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Wir haben Corona

Alles einsteigen! Einmal Eintrittskarte lösen für SARS-CoV-2! Hatten wir nicht vor, hat aber leider geklappt. Hier kommt unser kleines Corona-Tagebuch. Mit freundlichen Grüßen aus übertragungsfreien Räumen wie Kindergärten, denn die Ansteckungen finden ja bekanntermaßen vorrangig im privaten Umfeld statt. Und wer erkannt hat, dass das jetzt sarkastisch gemeint war, ist hier genau richtig. Geht los.

Am Tag meines Impftermins fühlte ich mich nicht wirklich wohl und dachte mir, dass es ganz nett sei, einen Schnelltest zu machen, bevor ich ins Impfzentrum fahren würde. Nach dem relativ erschütternden Schnelltest hab ich dann einfach mal den Termin abgesagt und die Kinder durchgetestet. Wenige Tage zuvor wurden die drei Kindergartenkinder vom Gesundheitsamt in Quarantäne gesteckt, weil es in ihrer Gruppe ein positiv getestetes Kind gab. Da wir gerne mal was gewinnen, hat mein Sohn den Jackpot abgeräumt und sich das Coronavirus gesichert. Das zeigte uns das Ergebnis seines PCR-Tests zwei Tage später.

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Entspann dich doch mal.

Es gibt nach 40 Jahren in diesem Leben nicht mehr viele Dinge, die mich entspannen können. Seit 16 Jahren heiße ich nur noch Mama. Und seit ebenso vielen Jahren bin ich unterschwellig völlig unentspannt, weil ich an tausend Dinge gleichzeitig denken muss und gar nicht mehr weiß, wie man sein Hirn einfach mal runterfährt. Leere im Kopf muss schön sein.

Hab’s mit Wein versucht. Hilft nicht. Hab’s mit Zigaretten versucht, stinkt bloß. Hab’s mit Joggen versucht. Leute! Man riecht am Ende nach plattgewalztem Aas am Straßenrand. Hab’s mit Lesen versucht. Wenn dir dreimal das verdammte Buch auf die Nase gefallen ist, hast du da auch keinen Bock mehr. Am Zeichentisch sitzen ist auch nur bedingt erholsam, weil in der Zwischenzeit die drei Kleinsten wie ein Heuschreckenschwarm durch das Haus ziehen und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Es ist nicht einfach. Ehrlich. Selbst Nervennahrung entspannt nicht mehr, weil da immer drei kleine Kröten vor mir stehen und auch was haben wollen. Und da ich das Schokolade und Chips essen deshalb auf die Zeit gelegt habe, in der die Kinder wirklich, wirklich schlafen und das Rascheln der Chipstüte nicht mehr hören, futtere ich zu spät und zu viel und habe mir einen hübschen Rettungsring um die Hüfte zugelegt. Polstert gut. Lässt aber Jeans platzen. Naja.

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Mama fastet

Wenn ich das vergangene Jahr in meinem Lebenslauf erwähnen müsste, würde dort “Fressen und Jogginghosen kaufen” stehen. Ich habe tatsächlich so lange keine Jeans mehr angehabt, dass ich bisweilen gar nicht wusste, in welchem Schrank die liegen. Als ich dann tatsächlich mal eine Jeans anziehen musste, war das – nunja – Erstaunen groß, dass sie zu klein ist.

Da hab ich mich drei Jahre mühsam mit Low Carb und Sport auf einen gesunden BMI heruntergearbeitet und dann hab ich mich in einem Jahr wieder aus allem rausgefressen. Mir ist völlig unklar wie das passieren konnte, immerhin war es scheinbar lecker. Es ist aber auch ein Elend, dass man in einem Haus mit Kindern durchaus Süßigkeiten im Schrank hat. Daher wird der Weg zurück in meine Hosen sicher nicht im gleichen Maße angenehm. DENN ICH WEISS JA WO DER SÜSSKRAM LIEGT! Und damit ich dran bleibe, nehme ich euch einfach mit. Fangen wir an: mit Fasten!

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Corona. Chaos. Cola. Chips.

Na, liebe Eltern, wie geht es euch? Seid ihr auch so unglaublich tiefenentspannt wie ich nach drei Monaten Homeoffice, Homeschooling und Heimbetreuung quirliger, kleiner liebenswerter Kindergartenkinder? Habt ihr auch jede, wirklich jede Facette des integrativen Familien- und Arbeitslebens so schätzen und lieben gelernt wie ich? Möchtet ihr jetzt auch gerne mal für ein paar Tage in die Berge fahren und Steine anbrüllen? Ja? Nein? Ja.

Junge, Junge, was war ich naiv, als am 13. März 2020 (ein Freitag, wie passend) verkündet wurde: “Hallo Leute! Wir machen Schulen und KiTas dicht wegen Corona und kleiner Virenschleudern. Ihr packt das schon. Tschüss!” Was haben wir Muttis im Büro gelacht. Endlich Homeoffice! Was haben wir gelacht. Lockdown. Homeoffice. Jogginghose. Das wird prima. Hahaha.

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_1st_ Diaversary

Der März ist ein ganz besonderer Monat. Ein warmer Frühlingshauch liegt in der Luft. Frisches Grün bricht sich auf Wiesen und Feldern bahn. Die ersten zarten Blüten lassen sich blicken. Und für uns ist es der Monat, in dem sich bei meinem kleinen Sohn Diabetes mellitus Typ 1 manifestierte. Und ich damals nicht wusste, ob wir das schaffen würden.

Vor einem Jahr ging ich mit einer ganz blöden Vorahnung zum Kinderarzt und heute ist es unser Alltag: Blutzucker messen, Kohlehydrate ausrechnen, Insulinfaktoren bestimmen, Spritzen setzen. Wenn ich an den Schock denke, den uns der 08. März 2019 eingebracht hat und überlege wie gelassen wir heute mit der Diagnose umgehen und leben, dann bin ich schon ein kleines bisschen stolz.

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Die Vierjährige wird fünf

Unvermeidlich im Leben einer Mama sind ja nur ein – oder zwei bis fünf Kindergeburtstage pro Jahr. Schön schaurig, nervenaufreibend, knallbunt. laut und unvergesslich. Und trotz der Tatsache, dass sich diese Rock’n Roll-Parties tief in das mütterliche Gedächtnis eingraben, sind wir doch immer wieder so geistig umnachtet, einen neuen Kindergeburtstag auszurichten. Mit allen Konsequenzen. Irgendwann lern ich’s noch. Ganz sicher. Ach, gebt mir einfach Schnaps.

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Drei Jahre: Zwillinge

Heute vor drei Jahren ahnte ich noch nicht, dass ich gegen Abend hektisch in einen OP gebracht werden würde, eine völlig verstörte Krankenschwester hielt die Nabelschnur meines Sohnes in den Händen. Und ich hatte die Panik meines Lebens. Ich sollte in wenigen Augenblicken Zwillinge per Not-Kaiserschnitt entbinden.

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Ach komm, das wird gut.

Kindertag mit Kindern.

In Thüringen haben wir seit diesem Jahr das Privileg, den Internationalen Kindertag als Feiertag begehen zu können. Arbeitsfrei, schulfrei, kindergartenfrei. Und damit fängt das Dilemma schon an. Denn Feiertage und Wochenenden haben die blöde Angewohnheit, meinen Mann im Internet nach Festen und Veranstaltungen suchen zu lassen, die man mit den Kindern besuchen könnte. Das wird toll! Da gibt es bestimmt auch Hüpfburgen. Lass uns mal die Kinder einpacken und losfahren. Und mit der Zielgenauigkeit eines Trüffelschweins, findet er genau die Veranstaltungen, nach denen mein Nervenkostüm notgerodet werden muss. Und ich weiß das immer schon genau dann, wenn er mir sagt, dass wir heute doch nach Kleinklappersdorf fahren könnten, da wäre ein Kinderfest und da wäre bestimmt was für die Kinder dabei. Fein.

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Wir waren heute duschen.

Das mache ich nie wieder! Eine Leidensgeschichte in 53 Akten bei strahlendem Sonnenschein und sehr viel Geschrei. Sehr viel Geschrei. Hier gehts lang:

Freitagmittag rief mich mein Mann an, um mir mitzuteilen, dass der Motor unserer Heizungsanlage ausgefallen sei und die Ersatzteile nicht vor Montag lieferbar seien. Nichts, wirklich nichts schreit lauter „Hallo, du Drüsengünther! Ich bin’s, Freitag, der 13te!“ als eine kaputte Warmwasserversorgung und die Aussicht auf fünf stinkende Kinder. Nichts. Dass das richtig schön werden würde, hab ich da irgendwie schon geahnt.

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Das Kindergeburtstags-Protokoll

Liebe Menschen da draußen, Kindergeburtstage sind ja an sich aktiv gelebter Kontrollverlust. Machen wir uns da nix vor. Was bei uns gestern los war, entpuppte sich als wahre Comedy. Gefeiert wurde der Geburtstag unserer Zwölfjährigen – und wer gestern nicht live bei Twitter dabei war, kann es jetzt in chronologischer Reihenfolge nachlesen. Bitteschön:

Die Gäste trudeln ein und marschieren Richtung Esszimmer. Einer der Gäste – nennen wir ihn Paul – sieht die Waffeln: „Waffeln! Sehr gut! Davon ess ich ganz viele!“ Entsetzte Gesichter. Panisch werden Teller mit Waffeln befüllt. Ich schenk mir den ersten Schnaps ein.

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